Spezielle Seiten

Sie sind hier: enbeka.de >> Artikelsammlung

Neuigkeiten

Forum von Netzwerk behindertes Kind.de



Schon gelesen?




Das aktuelle Thema im Forum

Am 29.6.2006 wurde der 3 Tage alte Alex seiner behinderten Mutter per Einstweiliger Verfügung auf Antrag des Jugendamtes Düsseldorf entzogen. Das Gericht faßte den Beschluss gemäß Antragstellung - ohne Vorwarnung - ohne Anhörung der Mutter - ohne Gutachten ... mehr

Sie können auch Ihren Freunden und Bekannten von diesem Thema berichten! Klicken Sie einfach das Bild an, und versenden Sie die Ecard mit Alex und seiner Mama ... jeder, der davon erfährt könnte einen wichtigen Tipp haben oder vielleicht einen gut arbeitenden Journalisten kennen ...

Ecard Projekt Alex

Durch defekte Links sind derzeit noch nicht alle Ecards wieder online. Wir arbeiten daran und danken für Ihr Verständnis

Das Forum und die Community ist ab sofort wieder erreichbar.

Hier finden Sie die Beiträge des heutigen Tages.


Neuigkeiten zum Portal:

Empfohlen von der Deutschen Internetbibliothek

Außerdem: eine zusätzliche , kürzere Domain wurde registriert:

www.enbeka.de (= NbK = Netzwerk behindertes Kind.de)

mehr ...



Die Postkarten der Schüler der Talisman-Schule in Sibirien ...

Schneeglöckchen von Radik











Mehr Postkarten finden Sie hier.

Browserempfehlung


Diese Website wird für den Browser Firefox optimiert.

Get Firefox

Barriereabgesenkt


Netzwerk behindertes Kind.de bemüht sich um barrierefreies Webdesign. Dieser Teil der Website ist bereits valide.

alt=Valid XHTML 1.0 Transitional

Valid CSS!

Aber wir haben noch einiges zu tun ... nach und nach werden wir die Barrieren aller Bereiche dieser Website weiter absenken.

Hauptinhalt

Das Leben in die eigene Hand nehmen

Erika Reiffenberg Nach Jahren in Behindertenheimen hat Erika Reiffenberg jetzt selbst eine Wohnung - und blüht auf

"T'schuldigung, ich bin gerade noch am Spülen", sagt Erika Reiffenberg lachend und lädt mit freundlicher Geste ins Wohnzimmer ein. "Möchten Sie ein Glas Wasser trinken?" Schnell holt sie die Erfrischung aus ihrer kleinen Küche in der Spar-und-Bauvereins-Wohnung an der Nansenstraße. Seit Oktober 2001 lebt die 44-Jährige dort alleine. Sie ist geistig behindert und hat die meiste Zeit vorher in Heimen verbracht.

Der alkoholkranke Vater sei mit sechs Kindern überfordert gewesen, erzählt sie. Und die Mutter habe die Familie im Stich gelassen. Fünf Kinder seien ins Heim in Leichlingen gekommen. "Mit 16 Jahren war ich 1976 eine der Ersten, die in die Heimstatt Adolph-Kolping gezogen sind", erinnert sich Erika Reiffenberg. "Sogar ein paar Lehrlinge lebten noch dort, denn das Heim wurde gerade von einer Unterkunft für Auszubildende in ein Wohnheim für geistig Behinderte umgewidmet."

Seit 1976 arbeitet Erika Reiffenberg in der Werkstatt für Behinderte. "Anfangs hatte ich gehofft, bei Zwilling am Computer zu arbeiten", erzählt sie. "Doch ich war zu langsam. Nun bin ich wieder an der Freiheitstraße. Und die Arbeit macht Spaß."

Erika Reiffenberg liebt es spannend und gruselig, wie die Filme in ihrem Regal zeigen. "Ich bin früher immer hinausgegangen, wenn Erika sich solche Videos angeguckt hat", erinnert sich Beate Boll, die Leiterin der Heimstatt Adolph-Kolping. "Von langer Hand haben wir vorbereitet, dass Erika nun alleine leben kann." Wichtig sei auch, dass die sozialen Kontakte stimmen. "Einmal die Woche kommt die Betreuerin und bespricht alles Notwendige", erklärt Beate Boll. "Und direkt gegenüber ist auch ein ehemaliger Bewohner unserer Einrichtung eingezogen: Die beiden sehen sich jeden Tag, kümmern sich umeinander, gehen einkaufen, kochen zusammen oder treffen sich mit anderen."

Den Haushalt schmeißt Erika Reiffenberg ganz alleine. Gestrickte Socken, gestrickte Patchwork-Decken, filigrane Schiffs- und Flugzeug-Modelle oder ein großes Turm-Puzzle zeugen von der praktischen Begabung und der ruhigen Hand, die Erika Reiffenberg hat. "Sie kann hervorragend mit Geld umgehen", lobt Beate Boll. "Das habe ich vom ersten Heimleiter gelernt", sagt Erika Reiffenberg, "der war ganz streng." Sie spart viel und zeigt stolz, was sie sich alles schon gekauft hat: einen Wohnzimmerschrank, den Schlafzimmerschrank, den neuen Couchtisch, die Stereo-Anlage. Erika Reiffenberg ist Selbstversorgerin. Das heißt, sie kann ihre Wohnung und sogar einen Anteil am Gehalt der Betreuerin selbst finanzieren.

Lesen Sie auch:
HINTERGRUND

Von Susanne Koch
30.03.05

HINTERGRUND

(kc) Voraussichtlich am 1. Juni wird die Kontakt- und Beratungsstelle an der Weyerstraße 248 eröffnen. Behinderte und ihre Angehörigen können sich dort künftig informieren, aber auch Kontakte knüpfen, die Freizeit gestalten, Wäsche waschen oder Hilfe holen. "Vom Landschaftsverband wird die Stelle gefördert", freut sich Gabriele Gögge-Pauli, Leiterin der Behindertenheimstätte, die die Konzeption zusammen mit der Leiterin der Heimstatt Adolph-Kolping, Beate Boll, entwickelt hat. "Je mehr behinderte Menschen allein in ihren Wohnungen leben, um so wichtiger ist es, dass sie eine Anlaufstelle haben." Und der Landschaftsverband werde zunehmend auf die ambulante Betreuung von Behinderten setzen: Das sei viel preiswerter als Wohnheime.

Die künftigen Mitarbeiter stehen bereits fest: eine halbe Stelle wird die Sonderpädagogin Susanne Steltzer von der Behindertenheimstätte bekommen, die andere halbe wird mit dem Sozialpädagogen Dirk Lörcher von der Heimstatt Adolph Kolping ausgefüllt. Geplant ist dabei auch ein Café.

30.03.05


Dieser Artikel ist urheberrechtlich geschützt. Wir danken Herrn John Gavin Daidone vom Solinger Tageblatt für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung.

(© 2005 Solinger Tageblatt - Quelle: www.solinger-tageblatt.de )

Autor: root -- 28.2.2006 13:39:25

Dieser Artikel wurde bereits 1893 mal angesehen.



Optionen zu diesem Artikel:


172011 Besucher

Nach oben.
.

xx_zaehler